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Islandreise – Das Essen und Trinken

Hi 🙂

Weiter geht es heute mit meiner Serie über die Islandreise des Freundes meines Freundes. Den letzten Beitrag über Island und das Geld findest du hier

Das Essen und Trinken in Island

Ein Land lernt man immer dann besser kennen, wenn man es nicht nur bereist, sondern vor allem die Menschn und ihre Esskultur näher kennenlernt. Um die Esskultur eines Landes kennenzulernen, gibt es zwei Möglichkeiten, okay drei.

Möglichkeit 1: Der Supermarkt

Supermärkte gibt es in Island genügend. Verhungern und verdursten muss niemand. Dass auf der Ringstraße durchaus einmal über 80 km und mehr kein Supermarkt anzutreffen ist, sollte man bedenken. Das ist aber bei Tankstellen nicht anders und im Hochland ist die Dichte an Einkaufsmöglichkeiten gen null.

Ein Supermarkt ist etwa die Kette Hagkaup. Wie in Supermärkten in Deutschland begrüßt den Kunden auch in Island zuerst das reichhaltige Obst- und Gemüseangebot. Das konnte sich für ein Land, dass kaum Obst und Gemüse selbst anbauen kann, durchaus sehen lassen. „Standard“-Lebensmittel wie Apfel, Banane, Karotten oder Kartoffeln sind vergleichsweise günstig. Für Beeren oder Datteln, muss man schon tief in die Geldbörse greifen, da sie eben wie fast alles, importiert werden müssen.

Auffallend war das große Angebot an Süßkartoffeln. Diese scheinen die Isländer zu lieben (vielleicht suesskartoffellag es aber auch nur an diesem einen Supermarkt). Nicht nur daran konnte man erkennen, dass die Isländer durchaus aufgeschlossen gegenüber exotischeren Lebensmitteln sind.

Auch die Convenience Produkte machten den Anschein, dass in Island nicht nur das gegessen wird, was der Bauern kennt. So hat sich der Freund meines Freundes morgens oft für den Mittag Sandwiches oder Wraps aus der Kühltheke mitgenommen. Diese waren belegt mit Oliven, Pesto, Avocado, Süßkartoffeln, Spinat, Mangosaucen,… Stets von hoher Qualität und geschmacklich 1a! Er hat sie meinem Freund ausdrücklich empfohlen und findet es extrem schade, dass hierzulande die Sandwiches doch eher klassisch belegt sind 🙁

Für Island typisch gab es ebenfalls eine Fischtheke. Bei der geografischen Lage Islands ist es nicht verwunderlich, dass Fisch eines der Hauptnahrungsmittel ist. Daneben ist im Supermarkt reichlich Lammfleisch zu finden. Das gibt es, wen wundert es ob der vielen Lämmer in Island, zu vergleichsweise günstigen Preisen. Eine Fleisch- und Wursttheke wie man es aus Deutschland kennt, hat der Freund meines Freundes allerdings vergeblich gesucht.

Weitere Besonderheiten gegenüber deutschen Supermärkten hat er glaub ich nicht mehr genannt 🙂

Preise

Wie oben schon und in meinem letzten Artikel über Island und das Geld (NOCH LINK) kurz angesprochen: Island ist nicht günstig. Das ist nicht nur im Supermarkt so, sondern überall. Ein günstiges Reiseland sieht definitv anders aus. Positiv ist aber, dass die Isländer definitiv etwas von Essen verstehen und Wert legen auf gute Qualität. Die teuren Lebensmittelpreise haben also durchaus ihre Berechtigung. Wer sparen möchte, sollte in Discountern einkaufen gehen. Preise wie in Deutschland sind jedoch auch dort nicht vorzufinden. Ob das an den zu teuren Lebensmittelpreisen in Island liegt oder an den zu günstigen in Deutschland, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Discounter

Empfehlenswerte und bekannte Discounter sind vor allem Bonus (gut von Weitem erkennbar an ihrem Logo –  dem Sparschwein) und Netto.

Beide sind, ebenso wie der oben genannte Supermarkt, insbesondere in Reykjavik und Umgebung sehr häufig anzutreffen. Daneben gibt es auch einige andere Ketten. Da der Freund meines Freundes diese nicht besucht hat, und ich kein isländisch kann, müssen die Informationen an dieser Stelle reichen 🙂

In Anbetracht der eher teuren Lebensmittelpreise, ist es zu empfehlen, stets einen Discounter aufzusuchen. Als Tourist in Island ist man ja eher auf der Suche nach alltäglichen Dingen wie Obst, Gemüse, Brot und Aufschnitt. Da genügt ein Discounter allemal. Wer die Ess- und Trinkkultur in Island genauer und authentischer anschauen möchte, dem sei Möglichkeit 2 ans Herz gelegt.

Möglichkeit 2: Einheimische Cafés und Restaurant

Auch wenn sich die Gastronome in Island nach und nach auf die immer mehr werdende Touristenzahl anpassen, so ist diese Möglickeit noch immer die beste, um das Essen und Trinken in Island kennenzulernen.

Fast Food

Selbstverständlich gibt es auch in Island große (amerikanische) Ketten, die ihr Fast Food anbieten. So sind z. B. Subway und KFC verbreitet. McDonalds dagegen sucht man vergeblich. Das hat vor allem zwei Gründe. Zum Einen ist der Import der Rohstoffe eine sehr kostspielige Angelegenheit gewesen für einen vergleichbar kleinen Markt (Island hat nur rund 325.000 Einwohner). Selbst die Verpackungen mussten importiert werden. Es war also nicht rentabel.

Zum Anderen ist McDonalds von den Einwohnern Islands nicht so gut angenommen worden. Die Einheimischen schienen sich mit den Burgern von McDonalds nicht so anfreunden zu können, obwohl sie generell auch auf Burger stehen. Das hat der Freund meines Freundes in jedem Restaurant oder Café sehen können. Stets gab es eine gute Auswahl an Burgern. Als Beilage gab es oft Süßkartoffelpommes. burger-mit-suesskartoffelÜberhaupt ist die Süßkartoffel häufig auf Speisekarten zu finden. Warum? Das weiß ich leider auch nicht. Angebaut werden sie in Island meines Wissens nach nicht. Aber was weiß ich schon? Ich bin ein Stofftier 😉 Auf jeden Fall eine tolle Abwechslung zu normalen Pommes, sehr lecker und nur zu empfehlen!

 

fischsuppe

Eine wunderbare Fischsuppe hat der Freund meines Freundes in Stykkishólmur genießen dürfen. Stykkishólmur ist die Hauptstadt der Halbinsel Snaefellsnes und liegt im Norden eben dieser. Am späten Abend der Umrundung von Snaefellsnes angekommen, empfahl ihm der Reiseführer ein Lokal unmittelbar am Hafen. Das Restaurant/Café mit Adresse habe ich hier verlinkt. Auch hier gibt es eine reichhaltige Burgerkarte 🙂

Kostenloses Wasser

Positiv ist, dass in allen eingekehrten Lokaliäten das Wasser umsonst ist. Das heißt konkret: Man bestellt Wasser und bekommt entweder ein Glas Wasser oder, was häufger der Fall ist, gleich eine ganze Flasche stilles Wasser. Das Wasser wird einfach aus der Leitung genommen und schmeckt hervorragend. Es wurde von den Kellnern oder Chefs auch nicht negativ aufgenommen, dass man das kostenlose Wasser statt eines teureren Getränkes genommen hat. In Deutschland dagegen ist das Bestellen von Leitungswasser eher unüblich bzw. nicht gerne gesehen. Insbesondere da sich Gastonome hierzulande mit den Getränken finanzieren und darauf angewiesen sind, dass Besucher etwas Trinken. Nur so können geringere Preise für Essen angeboten werden. Aber das ist ein anderes Thema 😉 Das kostenlose Wasser ist in jedem Fall sehr positiv! Ob das in jedem Lokal so ist? Es war jedenfalls in allen Lokalen so, in denen der Freund meines Freundes gegessen hat.

Rehntier-Burger, Walfleisch und Papageitaucher

Auch solche Dinge sind auf den Speisekarten in Island zu finden. Walfang ist in Island ein sehr kontrovers diskutiertes Thema, besonders wenn es um einen möglichen Beitritt zur EU geht. Die Isländer lassen sich diese „Tradition“ nicht verbieten und so ist Walfleisch in einigen Restaurants auf der Karte zu finden. Wie es schmeckt, kann ich euch nicht sagen und möchte es auch gar nicht. Wale sollten geschützt sein!

Ebenso traurig ist es, dass Papageitaucher auf Speisekarten zu finden sind. Auch hier könnte aus Tierschutzgründen problemlos darauf verzichtet werden. Ein großer Wirtschaftsfaktor ist das Essen von Papageitauchern nicht. Im Gegenteil! Das Töten von Papgeitauchern verringert den ohnehin schon sinkenden Bestand an den schönen Tieren weiter. Unverständlich, dass die Regierung da nicht eingreift. Schließlich sind kommen sehr viele Touristen nach Island um die Papageitaucher zu sehen und nicht um sie zu essen! Aber: Ich schweife wieder vom Thema ab.siggas-burger

Alle drei „Spezialitäten“ gibt es z. B. in Reykjavik im Islenski Barinn. Neben Fish und Chips oder Lammgerichten, kann man auch hier sehr gut einen Burger essen. Hier seht ihr einen Burger mit einem Pfannkuchen on top und einer Käsesauce. Ungewöhnlich? Ja! Hat es geschmeckt? Und wie!

 

Möglichkeit 3: Schauen, was die Einheimischen zu Hause kochen

Obwohl der Freund meines Freundes über Airbnb eine Wohnung gefunden hat, weiß er nicht so recht, was die Einheimischen essen. Die Gastgeberin wohnte wohl in einer separaten Wohnung und daher sah man sich nicht so häufig. Die Mitbewohner waren Austauschstudenten, sodass auch dort kein großes Wissen an isländischen Kochkünsten vorhanden war. Eine Sache konnte er dann doch noch erzählen: Skyr, eine Art flüssiger Quark oder dickflüssiger Joghurt.

Skyr ist wirklich typisch isländisch und im Supermarkt und Discounter in vielen Geschmacksrichtungen zu finden. Mitterweile bieten auch die hießigen Supermärkte Skyr an. Wer jedoch schon einmal in Island war, wird schnell merken, dass der „deutsche Skyr“ mit dem „islänsichen Original nicht ganz zu vergleichen ist. In Island war der Skyr noch einen Tick flüssiger und noch näher zu Joghurt. In Deutschland ist der Skyr immer noch recht fest, wenn auch nicht so wie Quark.

Typisch isländisch sind daneben noch allerlei Lammgerichte. Lämmer haben die Isländer in jedem Fall lammsuppegenug. Traditionell ist eine Lammsuppe, vergleichbar mit der deutschen Hühnersuppe. Suppen dieser Art werden an vielen Sehenswürdigkeiten in Island wie dem Strokkur angeboten. Eine sehr willkommene Mahlzeit bei den in der Regel kühlen Temperaturen. Zusätzlich auch für isländische Verhältnisse vergleichbar günstig 🙂

Fast hätte ich es vergessen: Getrockneter Fisch! Du wirst bei einer Reise durch Island, auch wenn es nur für einen Tag ist, nicht an dieser Spezialität vorbei kommen.

Mit mehr einheimischen Gerichten kann ich leider nicht dienen. Wenn ihr mehr wisst, lasst mir gerne einen Kommentar da 🙂

So viel zum Thema Essen und Trinken in Island. Ich weiß, da kann man sicher noch so viel mehr erzählen. Mehr hat der Freund meines Freundes leider nicht erlebt. Aber vielleicht geht es ja bald noch einmal dorthin 🙂

Ich hoffe, dass ich euch etwas weiterhelfen konnte. Bis bald,

dein Stofftier 🙂


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